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"Willi Spatzig" 
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Bürgerfraktion 
Osterholz-Scharmbeck 
Wilfried Pallasch 
Albert-Schweitzer-Straße 24 
27711 Osterholz-Scharmbeck 

Telefon: +49 (0)4791 36 86 
Mobil: +49 (0)172 62 13 428 

Email: Bürgerfraktion OHZ


Ich heiße Willi Spatzig und erzähle Ihnen hier Kritisches vom politischen Tagesgeschehen.



Nicht nur ändern; besser machen!

Hab ich mir ja schon lange vorgenommen, mal über Scharmbeck zu fliegen. Da soll sich Vieles ändern. Wenn ich genau hinschaue, es ist auch nötig. Wer kennt noch Mailand an der Kirchenstraße oder Schlachter Voigt "Hinter der Kirche".

Die Häuser stehen noch. Aber wirklich genutzt werden können sie kaum. Und zwischen den Häusern finde ich ein Ruinen-Grundstück. Genau an dieser Stelle will die Kirche ein neues Gebäude errichten. Viele Menschen sollen sich hier treffen. Auch das Mehrgenerationenhaus könnte hier einziehen. Mehr Lebendigkeit in der City.

Ich fliege über die Marktweide. Oh, was wurde da gefeiert. Viehmarkt, Flohmarkt, Festzelt. Alles vorbei? Bei mir kommt Wehmut auf. Aber ich verstehe. Es muss etwas geschehen. Kirchenstraße, Poststraße, was ist hier denn los. Will Niemand mehr Geld verdienen? Soviel Leerstand. Oder kann man hier kein Geld mehr verdienen? Keine Kunden? Mieten zu hoch?

Ich bin jetzt hinter der Poststraße gelandet. Sitze wie schon so oft auf der alten Blutbuche. Mitten in der Stadt. Eine kleine Oase. Viele Bäume mussten hier schon weichen. Die großen Kastanien vor der Menckeschule. Eine einzige ist geblieben. Und eben diese rote Buche. Was ich sehe ist "von Seggern" von hinten und einen vollgestellten Parkplatz. Es soll sich bald etwas ändern.

Vielleicht sitze ich hier zum letzten Mal. Denn wenn sich etwas ändert, sind die Bäume oft die Verlierer. Wäre schade fürs Klima, für die Menschen und für mich. Einmal noch pfeife ich das Lied: Mein Freund der Baum....

Nachdenklich fliege ich weiter.

Euer Willi Spatzig



Den "Knorren" runter

Oh, was sehe ich denn da? Wo Scharmbeck aufhört fängt Pennigbüttel jetzt schon an. Die Ortseingangsschilder wurden versetzt. So wollte die Bürgerfraktion es doch haben und hat versprochen sich zu kümmern. Aber, Leute aufgepasst! Auf der Stader Landstraße gilt jetzt durchgängig Tempo 50.

Vom Kreisel bis zum Bahnübergang darf man nun nicht mehr 70 fahren. Und die Radfahrer können jetzt legal den Fuß- und Radweg benutzen.

Da werden sich meine Freude in Pennigbüttel freuen. Aber Vorsicht: Bergauf in Richtung Scharmbeck müssen Radler nach wie vor auf der Straße fahren.

Von Oben betrachtet muss ich sagen, die Stadt ist wieder etwas radfahrerfreundlicher und sicherer geworden. Ich flieg jetzt mal bei denen von der Bürgerfraktion vorbei und sag: "Habt Ihr gut gemacht" und Dankeschön auch ans Rathaus.

Nun flieg ich weiter. Ich muss unbedingt mal über die Innenstadt fliegen, bevor man da nichts mehr wiederkennt.

Euer Willi Spatzig



Fahr' langsam und spare

Wenn ich so durch die Gegend fliege, bedaure ich oft die Autofahrer. Überall wird geblitzt. Ich bin ja nicht so schnell, aber die vielen Tempo-30-Strecken werden so manchem Fahrer zum Verhängnis. Ich kann das von hier oben gut sehen.

Hier ein Kindergarten, dort eine Schule oder gleich die ganze Siedlung. Wer da nicht aufpasst, bekommt eine Rechnung vom Landkreis.

Besonders erfolgreich waren die „Blitzer“ im letzten Jahr in der Kreisstadt. Nirgends wurden so viele Fahrzeuge erwischt, wie in der Tempo-30-Zone in der Buschhausener Straße. 36,6% der Messungen waren Treffer.

Manchmal kann ich sehen, was passiert. Da möchte ich die Fahrer warnen. Aber verpfeifen darf ich die Landkreiskollegen ja auch nicht. Da hilft nur: Langsam fahren. Aus Erfahrung kann ich nur sagen: Alles Gewohnheitssache.

Ich flieg weiter. Mal sehen, ob irgendwo noch jemand auf der Straße ist.

Euer Willi Spatzig



Ich bin enttäuscht

Da flieg ich durch die Bahnhofstraße in Richtung Bahnhof. Bei der Kreissparkasse halte ich an. Ich traue meinen Augen nicht. Fast 20 Leute stehen dort vor dem Haupteingang. Alle schön mit Abstand. So wie man es jetzt zum Beispiel vom Bäcker kennt. Aber bei der Sparkasse?

Einem Mann ist schon schlecht geworden. Er lässt sich auf den Boden sinken. Jemand aus der Reihe kümmert sich, legt ihm eine Jacke unter und hebt seine Beine an.

Das Warten geht weiter. Draußen, vor der riesigen Schalterhalle.

Eigentlich ist die Sparkasse ja total geschlossen. Es ist Corona-Zeit. Aber immer donnerstags von 8.30 Uhr bis 10.00 Uhr ist ein Kassenschalter geöffnet. Für alle Kunden, die keine Pin-Nummer haben. Für alle Sparer. Ja es gibt sie noch. Die, die das Wort "Sparkasse" ernst nehmen. Wer also von seinem Spargeld etwas haben möchte, muss sich donnerstags vor der Sparkasse einreihen.

Einzeln werden die Kunden hereingerufen. Immer nur ein Kunde wird bedient. Warum kann man nicht wenigstens im Gebäude eine Gasse für die Wartenden bilden? Dann kann man sich vielleicht durch den Blick aufs Aquarium ablenken. Und ab und zu mal einen Stuhl hinstellen, wäre eine nette Geste.

Ich verstehe es nicht. Wie Bittsteller warten hier die Kunden unserer alten Kreissparkasse um von ihrem eigenen Geld etwas zu bekommen. An jeder Supermarktkasse wird man besser bedient. Und das von Personal, dass eher zu den Geringverdienern zählt. Auch dort ist Corona. Als Spatz aus Osterholz schäme ich mich für die Respektlosigkeit der Sparkassenmanager gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern.